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    Termin: So 13.11 - 9:30
    Greuthalle Aalen

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    Aalener Ringer kehren mit drei Punkten Rückstand ins Ländle -----

    Dez 18 2011 04:45 | Martina Göhringer  in Bundesliga

    Trotz Niederlage ist für die Bären noch nichts verloren

    Mit einem Rückstand von drei Punkten kehren die Bundesligaringer des KSV Aalen 05 vom Hinrundenkampf im Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zurück. Beide Teams entschieden jeweils fünf Duelle für sich, doch der ASV Mainz 88 konnte in den einzelnen Begegnungen beim 20:17 Endstand mehr Zähler einfahren.

    Dass es eng werden würde, war den Verantwortlichen beider Mannschaften nach dem offiziellen Wiegen schnell bewusst. Die zehn Paarungen versprachen einen grandiosen Kampfabend von der ersten Minute an, denn die Ostalbbären überraschten mit Radoslav Velikov im 55er Limit gegen Suhrab Atalay. Der Bulgare hatte zum ersten Mal in dieser Saison „abgekocht“ und setzte dem Türken von Beginn an ordentlich zu. Im ersten und vierten Abschnitt hatte Velikov seinen Kontrahenten sogar am Rande einer Schulterniederlage, aus der sich Atalay erst in letzter Sekunde herauswinden konnte. Dennoch bestach der amtierende Vizeweltmeister mit seinem 3:1 Triumph. Für etwas Verwirrung sorgte die in den Play-offs erstmals zum Einsatz kommende Challenge, die besonders in den Duellen vor der Halbzeitpause zu einigen Diskussionen führte. Klassiker Stig Andre Berge verzichtete in seinem 60 kg Match gegen Jurij Kohl auf den möglichen Videobeweis. Allerdings kam er mit seinen beherzten Angriffen auch nicht richtig zum Zug und Kohl gelang es vielmehr sich den entscheidenden Rundenpunkt, zum 3:1 für den ASV, abzuluchsen.
    Auch Ralf Böhringer tat sich mit dem Italiener Daigoro Timoncini schwerer als gedacht. In drei Runden nimmt der Aalener Schwergewichtler zwar immer die aktivere Oberlage in der Bodenposition ein, bekommt den Mainzer aber trotz aller Anstrengung nicht gedreht. Der nichttechnische Sieg ging damit auf das Konto der Gastgeber.
    Bärenstark präsentierte sich hingegen Dato Kerashvili, der auf seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Davyd Bichinashvili traf. Beiden Athleten stand der Siegeswille in den Augen. Kerashvili ließ sich jedoch auf keine Spielchen ein und arbeitete sich immer wieder an den Beinangriff heran, bis er diesen punktereich vollziehen konnte. Lediglich die zweite Runde ging an den Neu-Mainzer, der seinen Einsteigerversuch jedoch ohne Erfolg beendete und das 3:1 für den KSV nicht verhindern konnte.
    Julian Meyer fand sich im Freistil Leichtgewicht dem rumänischen Meister George Bucur gegenüber. Der Mainzer 66er bestach mit seinen schnellen Techniken und erkämpfte den Gastgebern nochmals vier Mannschaftszähler zum 10 zu 7 Pausenstand.
    Dass ein Aalener im griechisch-römischen Stil bis 84 kg gewann, ist eigentlich ja positiv. Der Schönheitsfehler lag im Detail, denn der Aalener Patric Nuding rang für die gastgebenden Mainzer, während auf Seiten des KSV Ramsin Azizsir kämpfte. Ein Blick von Azizsir auf die Uhr nutzte Nuding zum Durchdreher in der letzten Sekunde der zweiten Kampfphase. Dies brachte den KSVler so aus dem Tritt, dass dieser auch die Folgerunden überraschend nichttechnisch verlor. Die Mainzer bauten ihre Führung auf 13 zu 8 aus.
    Christian Fetzer geriet zunächst ebenfalls in Rückstand gegen Wladimir Berenhardt. Im dritten Abschnitt besann sich Fetzer seines Könnens und dominierte fortan den Kampfverlauf. Mit einer souveränen Leistung drehte der Aalener das 10minütige Duell noch zu einem 3:2 Sieg für seine Mannschaft. Auf diese Erfolgswelle wollte Maciej „Rambo“ Balawender aufspringen, sein Kontrahent Stefan Gheorghita hatte im 84 kg Limit aber ähnliche Siegesabsichten. In einem Weltklassekampf, der trotz konstanter Aktivität beider Athleten vier Mal in die Beinclinch-Verlängerung ging, unterstrich Rambo wie wichtig er für das Aalener Team ist und kämpfte unnachgiebig einen 3:2-Triumph gegen den mehrfachen rumänischen Meister heraus.
    Grandios war die Partie zwischen Kiril Terziev und Marius Atofani zu beobachten, die sich wie zwei Raubkatzen umgarnten. Leider wurde Aalens 74kg Freistiler durch das frühe Abpfeifen des Kampfleiters, nachdem sich sein Klebeverband im Nacken gelöst hatte, um einen sicheren Rundengewinn gebracht.
    Abschließend konnte Balint Korpasi den Vorsprung der Mainzer nochmals verkürzen, da er sein klassisches Weltergewichtmatch gegen Pascal Eisele ungefährdet in drei Runden gewann.
    Für den KSV Aalen 05 gilt es nun am Freitag Abend in der Greuthalle ab 20.30 Uhr im Rückkampf des Viertelfinales gegen den ASV Mainz 88 den Punkterückstand wieder aufzuholen. Keine leichte Aufgabe, doch die Bären von der Ostalb haben es mit ihren heimischen Fans im Rücken in der Hand die Aalener Ringkampfhochburg zu verteidigen und den Einzug ins mögliche Halbfinale am 26.Dezember noch zu erringen.
    Kampfstenogramm:
    So. 17.12.11 ASV Mainz 88 : KSV Aalen 05 20 : 17
    55F: Suhrab Atalay – Radoslav Velikov 1:3 PS (2:4 1:1 4:1 0:6)
    60G: Jurij Kohl - Stig Andre Berge 3:1 PS (2:0 1:0 0:1 4:0)
    66F: George Bucur – Julian Meyer 4:0 TÜPS (4:0 7:0 5:0)
    66G: Wladimir Berenhardt – Christian Fetzer 2:3 PS (1:0 2:0 0:3 1:1 0:3)
    74F: Kiril Terziev - Marius Atofani 3:0 PS (1:0 1:0 1:0)
    74G: Pascal Eisele – Bálint Korpási 0:3 PS (0:2 0:1 0:1)
    84F: Stefan Gheorghita - Maciej Balawender 2:3 PS (1:0 0:1 0:1 2:0 0:2)
    84G: Patrick Nuding – Ramsin Azizsir 3:1 PS (0:1 2:0 1:0 1:0)
    96F: Davyd Bichinashvili - Dato Kerashvili 1:3 PS (0:2 1:0 0:1 0:3)
    120G: Daigoro Timoncini - Ralf Böhringer 1:0 NTW (1:0 1:0 1:0)
    KR: Hartenstein/Goczol/Faller Zuschauer: 1212