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Endstation für den KSV AalenDez 24 2011 17:46 | KSV 05 in Bundesliga
Die Ostalb-Bären müssen sich Mainz im Rückkampf 15:20 geschlagen gebenDas Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen war für den KSV Aalen in dieser Saison auch schon Endstation. Nach der 17:20-Hinkampf-Niederlage verlor Aalen gegen den ASV Mainz am Freitagabend in der Greuthalle mit 15:20 und musste damit den Mainzern den Vortritt ins Halbfinale lassen. Bernd Müller Konstantin Bulibasa in der Klemme gegen den Mainzer Tahir Zaidov. Gleich der Kampf des KSV Aalen ging verloren. Damit war das Schicksal des KSV Aalen fast schon eingeläutet. Aalen verlor 15:20. (Foto: opo) Der enttäuschte Christian Fetzer (am Boden) erfährt Trost von der ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Ulla Haußmann. (Foto: opo) KSV-Coach Anton Nuding und Emzarios Bentinidis (rechts) jubeln über den Sieg Chintons (im Bild von hinten) angeschnitten. (Foto: opo) „Ich bin unheimlich enttäuscht“, gestand KSV-Trainer Anton Nuding nach dem Wettkampf und zollte den Mainzern „Respekt für eine wirklich starke Leistung.“ Deren Trainer Baris Baglan freute sich über „den Charakter, den meine Mannschaft gezeigt hat.“ Der Auftaktsieg Zaidovs war für ihn ein Schlüsselkampf. „Die Dynamik haben wir mitgenommen.“ Constantin Bulibasa (55G) verlor diesen ersten Kampf. Er geriet durch einen Dreher in der ersten Runde in Rückstand, fand auch in der Folgezeit kein Mittel gegen den Deutschen Meister Tahir Zaidov und verlor 0:3 (0:2, 0:1, 0:1). Als anschließend Schwergewichtler Rares Daniel Chintoan (120F) den überraschend ins Mainzer Team berufenen Kenon Gör mit 3:1 von der Matte geputzt hatte, kehrte die Hoffnung bei den rund 1300 KSV-Fans in der Aalener Greuthalle zurück. Chintoan hatte die erste Runde für sich entschieden, musste dann aber durch eine Unachtsamkeit den zweiten Durchgang abgeben. Er ließ sich jedoch nicht entmutigen, kam zurück und gewann. Knapp am Schultersieg vorbei schrammte dann Radoslav Velikov (60F), der Suhrab Atalay von Beginn an keine Chance ließ und nicht eine Wertung zuließ. In der dritten Runde hatte Velikov den Mainzer am Rande eines Schultersiegs, der dem KSV einen weiteren wertvollen Zähler eingebracht hätte. Aber es sollte nicht sein. Aalen führte 6:4. Dann bereits die Entscheidung? Ivan Nemeth (96G) brachte gegen Daigoro Timoncini keinen Fuß auf den Boden. Er verteidigte zwar den Punktgewinn in der ersten Runde mit Erfolg. Anschließend aber diktierte der Mainzer das Geschehen auf der Matte. Nach dieser zweiten Aalener Niederlage an diesem Abend war klar, dass es schwer werden würde, das Ruder noch einmal herumzureißen. Gegen Christian Fetzer (66G) hat Mainz’ Trainer Baris Baglan dann auf den Russen Seyran Simonyan gesetzt. Der ließ Fetzer, der sich redlich mühte,wenigstens zu einem Punktgewinn zu kommen, keine Chance. Die Mainzer führten bei Halbzeit 10:7. Aalen schwammen die Felle davon. Das dürfte nicht mehr aufzuholen sein. Das war jedem dann auch in der Halle klar. Die Stimmung sank merklich. Es ist schade, wenn bereits zur Pause jeder den Klopf hängen lässt. Und als auch der Ex-Aalener David Bichinashvili (84F) seinem KSV-Nachfolger Maciej Balawender die Grenzen aufgezeigt hat, ging gar nichts mehr. Die Mainzer waren in Jubelstimmung. Deren Opfer war im Anschluss im 66 kg Freistil KSV-Youngster Julian Meyer. George Bucur zeigte im Gefühl des vorzeitigen Sieges seine ganze Klasse und legte Meyer in Runde drei auf die Schulter. Mainz führte uneinholbar 17:8. Das waren für Aalen de facto zwölf Punkte Rückstand vor den restlichen Kämpfen. Ramsin Azizsir (84G) sorgte dann doch noch einmal für einen Lichtblick und revanchierte sich bei dem Ostälbler im Mainzer Trikot, Patric Nuding, für die Hinkampfniederlage mit einem sehenswerten Kampf, der ihm in der ersten Runde sechs Punkte einbrachte. Auch die beiden nächsten Durchgänge entschied er überlegt mit zwei guten Wertungen für sich. Auch der WM-Dritte Arsen Julfalakyan zeigte gegen Pascal Eisele (74G) seine Klasse. Der Armenier holte sich in gewohnter Manier mit einem schön anzusehenden Kampf vier Mannschaftspunkte, die zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr entscheidend ins Gewicht fielen. Der KSV Aalen lag jetzt mit 15:17 zurück. Der uneinholbare Rückstand auf Mainz betrug fünf Zähler. Am Ende baute der Olympiadritte von 2008, Kiril Terziev (74F) die Mainzer Führung mit einem 3:0-Sieg gegen den jungen Aalener Benjamin Sezgin auf acht Punkte aus. Der ASV Mainz hatte 20:15 gewonnen und steht damit im Halbfinale. KSV Aalen – ASV Mainz 15:20 (Hinkampf 17:20 für Mainz) 55G: Constantin Bulibasa – Tahir Zaidov 0:3 (0:2, 0:1, 0:1); 120F: Rares Daniel Chintoan – Kenan Gör 3:1 (2:1, 0:3, 3:0, 3:0); 60F: Radoslav Velikov – Suhrab Atalay 3.0 (1:0, 1:0, 8:0); 96G: Ivan Nemeth – Daigoro Timoncini 1:3 (1:0, 0:1, 0:1, 0:1); 66G: Christian Fetzer – Seyran Simonyan 0:3 (0:1, 0:1, 0:1); 84F: Maciej Balawender – David Bichinashvili 1:3 (2:0, 0:1, 0:2, 0:1); 66F: Julian Meyer – George Bucur 0:4 (0:7, 0:4, SS); 84G: Ramsin Azizsir – Patric Nuding 3:0 (6:0, 1:0, 1:0); 74G: Arsen Julfalakyan – Pasacal Eisele 4:0 (5:0, 4:0, 3:0); 74F: Benjamin Sezgin – Kiril Terziev 0:3 (0:1, 0:3, 0:4). Weiter ohne den KSV Halbfinale: Nach dem Ausscheiden gegen Mainz ist die Endrunde vorbei für den KSV Aalen. Es war das schlechteste Abschneiden der Aalener in der Endrunde seit der Saison 2008/2009. Die Halbfinal-Hinkämpfe werden bereits am 26. Dezember ausgetragen, die Rückkämpfe finden am 30. Dezember statt. © Schwäbische Post 23.12.2011 |
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