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KSV Athleten reisen zum Play-off Auftakt nach Rheinland-PfalzDez 15 2011 19:35 | Martina Göhringer in Bundesliga
Ostalbbären im Viertelfinale gegen Mainz stark gefordertDie Euphorie nach dem Kantersieg im Spitzenduell gegen den SV Wacker Burghausen ist noch nicht verflogen, da stehen die Ringer des KSV Aalen 05 bereits vor der nächsten großen Herausforderung. Im Viertelfinal-Hinkampf treffen die Ostalbbären in der Sporthalle „Am Großen Sand“ am Samstag um 19.30 Uhr auf den ASV Mainz 88. Der Play-off Lostopf ist geleert und die Endrundenpaarungen sind zum ersten Gefecht angerichtet. Nun müssen sich die Ostgruppenteams gegen die favorisierteren West-Mannschaften beweisen. In der letztjährigen Saison kam kein Ostler über das Viertelfinale hinaus weiter, nun liegt es vor allem am KSV Aalen 05 im Duell gegen den ASV Mainz 88, ob dieser Bann gebrochen werden kann. Auch der SV Wacker Burghausen hat mit dem amtierenden Deutschen Meister SV Germania Weingarten eine wahre Knallpaarung gelost bekommen, die den bayerischen Kämpfern alles abverlangen wird. Schon jetzt sind besonders die ringkampfbegeisterten Zuschauer die Gewinner, denn nun müssen die Bundesligateams ihre stärksten Mannen auf die Matte bringen, die Zeit der Aufstellungsexperimente ist Geschichte. Dennoch haben die großen Bundesligastaffeln wie der ASV Mainz einen breitgefächerten Mannschaftskader zur Verfügung und können bis zuletzt in ihrer endgültigen Vorkampf-Formation variieren. Das Auftaktmatch in der Freistilklasse bis 55 kg dürfte auf Seiten der Gastgeber Suhrab Atalay bestreiten. Der 32-jährige Türke konnte bei seinen nationalen Titelkämpfen bereits die Bronzemedaille erringen. Mit dem Deutschen Meister des Jahres 2009 Jurij Kohl und dem amtierenden Titelträger Tahir Zaidov haben die Mainzer gleich zwei potentielle Starter im griechisch-römischen 60 kg Limit in ihren Reihen. Nicht ohne Grund findet man im Leichtgewicht Freistilass George Bucur in den Top-Fünf der Bestenliste in der Westgruppe wieder. Mit seinen 12 Siegen bei lediglich zwei Niederlagen zählt der Rumäne zu den erfolgreichsten Punktesammlern in dieser Saison. In der klassischen 66er Kategorie wird ASV-Coach Baris Baglan vor die Fragen des Ausländerplatzes gestellt. So könnte der ehemalige Aalener Bundesligaringer auf seinen russischen Neuzugang Seiran Simonyan setzen und ihm den Vorzug vor dem mehrfachen deutschen Medaillengewinner Wladimir Berenhardt geben. Gleich zwei alte Bekannte des KSV kämpfen im gastgebenden Verein um den Platz im Freistil Weltergewicht, denn mit Kiril Terziev und Oleg Motsalin sind die 88er doppeltgut aufgestellt. Nach dem Ablauf seiner einjährigen Bundesligasperre dürfte allerdings eindeutig wieder Kiril Terziev der bessere Wettkämpfer sein, den die Ostalbbären erst einmal besiegen müssen. Sein 25-jähriger Landsmann Ilian Georgiev wird hingegen die Ringkampfstiefel im klassischen Gewichtslimit bis 74 kg schnüren. Interessant wird die Aufstellungstaktik des ASV Mainz 88 in der Bundesligabegegnung gegen den KSV Aalen 05 natürlich enorm in den oberen Gewichtsklassen. Der Ex-Aalener David Bichinashvili könnte sowohl im Mittelgewicht, als auch im Halbschwerlimit ringen. Da Stefan Kehrer wohl kaum Gewicht ins 96er macht und der ASV auf seine Deutschquote achten muss. Je nachdem in welcher Klasse Freistilspezialist Bichinashvili antritt, wird der mehrfache rumänische Meister Stefan Gheorghita in das entsprechende „Gegengewicht“ rücken. Oder bringen die Rheinland-Pfälzer doch ihren türkischen Kenan Gör auf die Matte. In der griechisch-römischen 84 kg Kategorie kämpfen jedenfalls Dominik Engel und der ehemalige Ostälbler Patric Nuding um die Gunst des Trainers. Während im klassischen Schwergewicht sowohl der Grieche Xenofon Koutsioubas oder der italienische Olympiateilnehmer Daigoro Timoncini das gastgebende Team vervollständigt. Ein harter Kampfabend liegt, wenn man auf die Namen der Mainzer blickt, vor den Aalener Ringern. Die Ostalbbären dürfen sich jetzt keine Fehler mehr erlauben, um nicht über Weihnachten schon in den vorzeitigen Urlaub geschickt zu werden. Der KSV wird deshalb mit demselben Siegeswillen antreten, wie zuletzt gegen Burghausen und hofft dabei auf zahlreiche Fanunterstützung. ACHTUNG: Der Mannschafts- und Fanbus nach Mainz startet wegen der schlechten Wetterprognosen am Samstag bereits um 13.00 Uhr an der Thomas-Zander-Halle (Treffpunkt: 12.45Uhr). |
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