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    Zielstrebig in die Zukunft -----

    Jan 11 2012 13:57 | KSV 05  in aus der Presse

    Der KSV Aalen will die Mannschaft für die neue Runde stärken

    BERND MÜLLER - Schwäbische-Post.de

    Ein wichtiger Baustein der KSV-Mannschaft: Ramsin Azizsir (links) soll gehalten, die Mannschaft in der Summe verstärkt werden. (Foto: hag)

    Ein Gutes hat das Viertelfinal-Aus des KSV: Der Aalener Bundesligist konnte gleich Anfang Januar mit voller Kraft an die Planung der neuen Saison gehen. Die Devise heißt: Die Mannschaft soll verstärkt werden.

    Die Bedingungen sind viel besser als im vergangenen Jahr: Im Februar 2011 hat die Rückzug-vom-Rückzug-Affäre reichlich Zeit und Energie gekostet, und das war am Ende auch der Mannschaft anzusehen, in einigen Gewichtsklassen waren Schwachpunkte offensichtlich.

    Der erste Neuzugang – ein internationaler Spitzenringer: In diesem Jahr wird wieder zielstrebig an der Zukunft gearbeitet beim KSV Aalen. Einen Topmann, der internationale Medaillen sein eigen nennt, hat der KSV Aalen nach SchwäPo-Informationen schon verpflichtet. Markus Klingler, der Sportliche Leiter des KSV, will dazu nichts sagen, aber er dementiert auch nicht. Schließlich formuliert er selbstbewusst das Ziel: „Unter dem Strich wollen wir eine stärkere Mannschaft stellen.“ Namen von Neuzugängen will Klingler traditionsgemäß nicht nennen, damit sich die Konkurrenz keinen Reim auf die Aalener Taktik machen kann.

    Eins, zwei oder drei – deutsche Neuzugänge: Es war ein augenfälliges Manko der turbulenten Tage vor einem Jahr, dass der KSV unter neun Neuzugängen keinen deutschen Ringer hatte, obwohl zwei deutsche Abgänge zu Buche standen. Das soll nun anders werden: „Wir wissen, dass wir in Bezug auf die Deutschenquote etwas tun müssen“, sagt Klingler. Zwischen einem und drei neuen Deutschen sollen es werden. Wobei für Klingler auch Neuzugänge aus dem Ausland ein Thema sind: „Wir hatten in den Play-Offs nicht nur ein Deutschen-Problem, sondern auch eines bei den EU-Ringern. Wichtig ist, dass die Mannschaft als Ganzes an Qualität gewinnt. Wir wollen in die Play-Offs, und im Viertelfinale soll noch nicht Schluss sein.“

    Den Olympiateilnehmer geholt – Nendingen gibt Gas: Der auffälligste Verein auf dem Markt ist derzeit der West-Bundesligist ASV Nendingen. Die Nendinger, die in dieser Runde den Einzug in die Play-Offs verpasst haben, sicherten sich die Dienste von Frank Stäbler, dem bisher einzigen deutschen Ringer, der ein Olympiaticket für London 2012 erkämpft hat. An Stäbler hatte auch der SV Weingarten großes Interesse. Der Meister ist fast traditionsgemäß wieder offensiv auf dem Markt unterwegs – da wundert es nicht, dass die Aalener Punktegaranten Radoslav Velikov und Arsen Julfalakyan auf der Wunschliste der Weingartener stehen.

    Azizsir hätten viele gern – bleiben alle Deutschen? Mindestens so wichtig wie neue Deutsche holen ist es, die bisherigen Ringer zu halten. Ralf Böhringer, Christian Fetzer und Ramsin Azizsir sind diejenigen beim KSV mit Endrundenqualitäten. Der Deutsche Meister Azizsir ist besonders begehrt bei der Konkurrenz, weil er noch ein U23-Ringer ist, der dennoch in der Endrunde punkten kann. „Wir wollen die drei halten. Es gab positive Gespräche, aber es sind noch kleine Details zu klären“, sagt Klingler.
    © Schwäbische Post 11.01.2012